365 Tage Terrasse — und 120 davon benutzt
Nicht die Fläche ist der Engpass, sondern das Wetter. Eine Rechnung, die zeigt, was ein Dach tatsächlich verändert — und was Seitenelemente noch dazu.

Fragen Sie jemanden, wie oft er im letzten Jahr auf seiner Terrasse gesessen hat. Die Antwort ist fast immer eine Schätzung nach oben. Zählt man nach, kommt man in einem normalen Schweizer Jahr auf ungefähr 120 Tage — und das ist schon grosszügig gerechnet.
Nicht weil die Terrasse zu klein wäre. Sondern weil das Wetter entscheidet, und nicht Sie.
Woher die 120 kommen
Nutzbar heisst in dieser Rechnung: draussen sitzen, ohne nass zu werden, zu frieren oder in der prallen Sonne zu braten. Also der ganz normale Massstab, den jeder anlegt, wenn er entscheidet, ob heute drinnen oder draussen gegessen wird.
Damit fallen weg:
- die Tage mit Niederschlag — im Mittelland gut ein Drittel des Jahres
- die Hochsommertage zwischen elf und sechzehn Uhr, an denen eine unbeschattete Südterrasse schlicht unbenutzbar ist
- die kühlen Abende im Mai und September, an denen es um sieben Uhr zu frisch wird
- der ganze Winter, an dem ohnehin niemand draussen sitzt
Übrig bleibt eine Handvoll Wochen im Juni, Juli und August plus verstreute schöne Tage im Frühling und Herbst. Rund 120.
Was ein Dach daran ändert
Ein festes Dach nimmt zwei dieser vier Streichgründe weg. Regen: erledigt. Mittagssonne: erledigt, wenn es beschattet.
Damit werden aus 120 rund 195 Tage. Das ist kein Marketingsprung, sondern schlicht die Summe der Regentage, an denen man jetzt trotzdem draussen sitzen kann, plus die heissen Mittage, die vorher ausfielen.
Interessant ist, wo dieser Zuwachs anfällt: nicht im Hochsommer — der war schon vorher gut —, sondern im April, Mai, September und Oktober. Genau in den Monaten, in denen das Wetter kippt und man ohne Dach nicht plant, sondern hofft.
Und mit Seiten
Der zweite Sprung kommt von den Seitenelementen. Ein Zipscreen oder eine Verglasung nimmt Wind und Zug heraus, und damit fallen die kühlen Abende und ein Teil der Übergangszeit zurück in die nutzbare Spalte.
Damit stehen rund 254 Tage — mehr als das Doppelte des Ausgangswerts. Der Gewinn liegt fast vollständig zwischen Oktober und April.
Deshalb raten wir bei Terrassen, die als Essplatz dienen, fast immer zu mindestens einer geschlossenen Seite. Nicht weil es mehr kostet, sondern weil es die Monate zurückholt, in denen man sonst gar nicht erst hinausgeht.
Was die Rechnung nicht kann
Sie ist eine Schätzung für das Mittelland und auf ganze Tage gerundet. Ihre Lage verschiebt sie: Wer auf 900 Metern wohnt, hat weniger heisse Mittage und mehr kalte Abende. Wer im Windschatten eines Hangs sitzt, gewinnt mit Seitenelementen weniger als jemand auf einer offenen Kuppe. Und ein Nordbalkon bleibt ein Nordbalkon.
Sie ist auch keine Zusage. Wir kennen niemanden, der jeden dieser 254 Tage tatsächlich draussen sitzt — es geht um die Frage, an wie vielen Tagen Sie könnten. Das ist der Unterschied zwischen einer Terrasse, über die man nachdenkt, und einer, die man benutzt.
Selbst nachsehen
Unter diesem Beitrag steht die Rechnung als Raster: Jeder Punkt ist ein Tag, jede Spalte ein Monat. Sie schalten zwischen ohne Dach, mit Lamellendach und mit Dach und Seiten um und sehen, welche Monate sich füllen. Zwei Minuten, und die Diskussion über Anschaffungskosten bekommt einen Bezugspunkt.
Wie die Rechnung für Ihre Lage aussieht, sagen wir Ihnen beim Termin vor Ort. Beratung anfragen.
Was Sie davon haben
Eine Terrasse hat 365 Tage.
Genutzt werden 120.
Nicht die Fläche ist der Engpass, sondern das Wetter. Ein Dach verschiebt diese Rechnung — und Seitenelemente verschieben sie noch einmal.
120nutzbare Tage im Jahr
Schätzung für das Schweizer Mittelland, auf ganze Tage gerundet. „Nutzbar" heisst: draussen sitzen, ohne nass zu werden, zu frieren oder in der prallen Sonne zu braten. Ihre Lage, Ausrichtung und Höhe verschieben die Zahlen — die Grössenordnung bleibt.




